Da die durchschnittliche Wohnung häufig als zu klein taxiert wird, ist sie möglichst optimal zu nutzen. Es lohnt sich somit, von Zeit zu Zeit ernsthaft zu überprüfen, ob nicht eine bessere Nutzung der vorhandenen Räume möglich wäre. Bei einer solchen Analyse kann oft festgestellt werden, dass einzig im Schlafzimmer, das üblicherweise eines der schönsten Zimmer der Wohnung ist, noch eine Nutzungsreserve vorhanden wäre.
Für das Brachliegen dieses Raumes werden Gründe angeführt wie bessere Luft zum Schlafen, Charakter als Ruheraum, größere Sauberkeit. Die gleichen Gründe habe jedoch in den Räumen der Kinder und Jugendlichen keine Gültigkeit mehr. Die Kinderzimmer sind bei wesentlichen geringerem Luftvolumen viel intensiver genutzt.. Es sind eigentliche Mehrzweckräume – dies offensichtlich ohne Nachteil!
Im Schlafzimmer könnte mit Hilfe einer entsprechenden Möblierung eine entsprechenden Möblierung eine gute Ausweichmöglichkeit aus einer zu engen Wohnsituation geschaffen werden. Sicher ist es nicht für jede Art von Beschäftigung geeignet, doch Lesen, Schreiben, Studium sowie kleine Bastelarbeiten sind in diesem Raum bei entsprechender Einrichtung problemlos möglich. Auch ein Platz zum Nähen lässt sich in den meisten Fällen schaffen; ja sogar ein Heimcomputer muss kein Stilbruch sein, sofern er richtig integriert wird.
Mit Einrichtungen, die solche Tätigkeiten im Schlafzimmer ermöglichen, wird die Wohnung aufgewertet. Die Bewohner erhalten größere Freiheit in der Wahl ihrer Aktivitäten, ohne dass dabei die Mitbewohner mehr Störungen in Kauf nehmen müssen.
Selbstverständlich sind Lösungen zur bessern Nutzung nur realisierbar, wenn ein wenig von der Normaleinrichtung abgewichen wird. Dass trotz dieser Abweichung die Grundnutzung gleich bleiben muss, ist hingegen selbstverständlich. Das Bett bleibt das wesentliche Element, doch je nach der Bettstellung wird mehr oder weniger Raum für andere Aktivitäten frei. Man darf sich dabei auch einmal die Frage stellen, ob es zwingend ist, dass die beiden Betten nebeneinander stehen müssen. Bettstellungen über Eck, oder auch in der Diagonalen ergeben enorm viel Freiraum. die verfügbare Bodenfläche wird dabei nicht mehr durch die kleinen Gänge rings um das Bett aufgezehrt, sondern zu einer nutzbaren Fläche zusammengeschlossen. Aber auch ein französisches Bett von 160 cm Breite lässt wesentlich mehr Raum frei als zwei normale Betten. Wenn zudem auf die unnütze Frisierkommode zugunsten eines Arbeitstisches verzichtet wird, lässt sich auch in einem relativ engen Raum eine großzügige Lösung realisieren.
Wichtig ist auch die Möbelwahl. Pompöse Formen und platzfressende Zutaten sind in diesem Fall vollkommen ungeeignet. Praktische Wohnlichkeit ist das, was für die neue Nutzung erforderlich ist, wobei diese auch jedem normalen Schlafzimmer gut ansteht. Mit den aktuellen kombinierbaren Elementen kann im Schlafzimmer manches Problem gelöst werden.