Bett und Matratzen

Weitere Links: Sitzmöbel, Tischmöbel, Behältermöbel.

Im Bett verbringt der Mensch rund ein Drittel seiner Zeit. Es ist der Bereich der Entspannung. Bei der Wahl des Bettes darf jedoch nicht nur an die Entspannung gedacht werden, denn im Krankheitsfall hat des Bett etwas veränderte Funktionen. So ist es zum Beispiel außerordentlich anstrengend, einen Patienten in einem niedrigen Bett zu pflegen.



Für Entspannung und Genesung ist nicht das formale Aussehen von vorrangiger Bedeutung, sondern das Matratzensystem. Ganz generell haben die Matratzen die Aufgabe, den Körper so zu stützen, dass er sich im Schlaf optimal entspannen kann. Bei der Mehrheit der Matratzensysteme wird die Stützfunktion in unterschiedlichem Ausmaß von Ober- und Untermatratzen aufgenommen.

Die Untermatratze bildet in den meisten Fällen die Basis. In der Schweiz haben sich die unterschiedlichen Typen von Lättlirosten als Untermatratze durchgesetzt. Diese bilden eine elastische Unterlage, die sich den Körperpartien anpasst, ohne dass es dabei zu einem Durchhängen kommt. Die Wirbelsäule wird dabei optimal entlastet. Die Untermatratze ist zudem verantwortlich für die Kopf und Fußhochlagerung. Auch wenn man zum Zeitpunkt des Matratzenkaufes ohne diese Möglichkeit auskommt, sollte trotzdem nicht darauf verzichtet werden, denn bei unterschiedlichen Erkrankungen können diese Elemente von einem Tag auf den andern erforderlich werden.

Obermatratzen werden in den unterschiedlichsten Konstruktionsarten angeboten. Alle qualitativ guten Matratzentypen bestehen aus verschiedenen Schichten. Auf dem tragenden Kern werden Isolations- und Polsterschichten mit differenzierten Materialkombinationen angeboten.

Um die Matratzen einigermaßen realistisch beurteilen zu können, ist es wichtig, ihre Bedeutung und Funktion zu kennen. Sie muss in erster Linie den Körper polstern, stützen und gleichzeitig dafür sorgen, dass möglichst wenig Druckstellen entstehen. Die Obermatratze ist zudem für die Isolation gegen Kälte von unten verantwortlich. Da der Mensch auch in der Ruhestellung Wasser in Form von Schweiß absondert, muss das Polstermaterial der Matratze diese Feuchtigkeit aufnehmen – und beim lüften auch wieder abgeben können. Beim gesunden Menschen kann diese Schweißabsonderung pro Nacht durchaus einen halben Liter betragen – beim kranken Menschen weit mehr. Nur wenn diese Feuchtigkeit aufgenommen wird, bleibt der Körper trocken. Im andern Fall wird er feucht, wodurch die Erkältungsgefahr extrem steigt.

Obwohl die verschiedenen Matratzentypen recht unterschiedlich sind, haben sie die gleichen Anforderungen zu erfüllen.

Die Federkernmatratzen weisen einen Kern aus Spiralfedern aus Stahldraht auf. Dieser Kern kann recht unterschiedlich aufgebaut sein. Er hat eine relativ große Elastizität und zugleich eine gute Stützkraft. Der Federkern muss optimal überpolstert werden, denn die Federn dürfen nicht spürbar sein.

Gute Schaumstoffmatratzen sind meistens mehrschichtig aufgebaut. Die Mittellagen weisen dabei ein höheres Raumgewicht auf und sind dadurch härter als die Außenschichten mit geringerem Raumgewicht. Je nach dem System sorgen Hohlprofile im Matratzeninnern für eine Durchlüftung. Der Schaumstoffkern kann nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen, so dass Polsterauflagen mit dieser Fähigkeit erforderlich sind.

Latexmatratzen (Naturkautschuk) bieten eine weiche, schmiegsame Elastizität, doch ist sie normalerweise ohne Mittelzonenverstärkung zu weich. Wie beim Schaumstoff ist auch hier zum Feuchtigkeitsausgleich eine Polsterauflage erforderlich.

Der Begriff Naturmatratzen ist seit einiger Zeit aktuell. Er bezeichnet keinen speziellen Matratzenaufbau, sondern vielmehr den ausschließlichen Einsatz von Naturprodukten. Latexmatratzen mit entsprechendem Materialeinsatz bei den Auflagepolstern können durchaus Naturmatratzen sein.

Beim Wasserbett befinden sich in einer synthetischen Hülle rund 300 Liter Wasser (bei einer Matratzengröße 100 xl 200 cm). Um die Wasserbewegung zu reduzieren, ist der Matratzenkörper im innern abgeschottet. Auch hier müssen entsprechende Polsterauflagen für das richtige Mikroklima sorgen. Das Wasser passt sich jederzeit vollkommen der Belastungsverteilung an, daher wird der Druck absolut gleichmäßig auf den Körper verteilt, so dass keinerlei Druckstellen entstehen können.

Der Körper ist jedoch nicht imstande, das vorhandene Wasservolumen seiner Körpertemperatur anzugleichen. Aus diesem Grunde muss das Wasser mittels einer Heizung andauernd temperiert werden. Im weitern dürfen Wasserbetten nicht mit Untermatratzen kombiniert werden; sie erfordern eine stabile, ebene Unterlage.

Bei allen Matratzenarten sind die Polsterauflagen für Komfort und Wohlbefinden von großer Bedeutung. Bei qualitativ guten Matratzen wird deshalb vorwiegend reine Schurwolle eingesetzt, denn diese hat ein maximales Feuchtigkeits-Aufnahmevermögen. Bei einigen Matratzentypen wird die Schurwolle noch mit Rosshaar oder Kamelhaar kombiniert.

Je nach Materialwahl und Materialkombination sind die Matratzen unterschiedlich hart; doch welche Härte richtig ist, muss jeder Schläfer individuell entscheiden. Liegproben auch in der bevorzugten Position verschaffen Klarheit.


© wohninformation.de ImpressumZum Seitenanfang
Hersteller
Möbelkunde
Wohnbereich
Raumnutzung
Möbeltrends
Möbelpflege
Presse
Messen
Qualität
Kontakt
Impressum