Geschirrschrank

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Der Geschirrschrank ist primär Stauraum für Geschirr, Gläser und alles, was am Tisch benötigt wird. Häufig wird in ihm auch eine Hausbar integriert. Die Masse müssen daher auf diesen Bedarf ausgerichtet sein. Konkrete Masse sind sinnvollerweise nur auf die Innentiefe definiert. Im Normalfall sind hier 40 bis 45 cm genügend. Eine größere Tiefe ist unpraktisch, da diese nur sehr schlecht genutzt werden kann. Schubladen sind hingegen sehr erwünscht.

Die formale Ausgestaltung dieses Möbeltyps ist extrem stark von den aktuellen Trends abhängig; an ihm lässt sich in starkem Ausmaß die Zeitströmung ablesen. Zeiten, in denen der Geschirrschrank dominierendes Einzelmöbel ist, wechseln mit Perioden, in denen der entsprechende Stauraum in Möbelkombinationen integriert  wird.



Büchergestell


Dem Namen nach dient dieses Möbel der Aufnahme von Büchern, in Wirklichkeit ist es ein klassisches Mehrzweckmöbel. Neben den Büchern muss es mehrheitlich auch die Musikanlage samt Platten und Tonkassetten aufnehmen. Je nach der Platzierung im Raum findet das Fernsehgerät ebenfalls hier seinen Standort. Zudem ist es der Aufstellungsort vieler Andenken und diverser Kleinigkeiten, so dass im Endeffekt die Bücher einen beinahe untergeordneten Stellenwert erhalten. Die Funktion hat sich teilweise gewandelt, doch er Name ist gleich geblieben.

Wie bei allen Möbeln muss auch hier vor einem Kauf Klarheit darüber herrschen, wozu das Möbel dienen soll. Bücher benötigen beispielsweise nicht das gleiche Raumvolumen wie eine Musikanlage.

Wichtig ist vor allem, dass man bedenkt, dass in diesem Möbel mit enorm hohen Belastungen zu rechnen ist. Die Bücher eines Tablares von 90 cm Länge haben je nach Buchformat und Papierqualität ein Gewicht von 14 bis 20 kg. Die Tablare dürfen daher nicht zu dünn sein, und die Auflagepunkte müssen der Tablardicke entsprechen. Tablare mit einer Dicke von 2 cm sollten nicht länger als 90 cm sein. Sind sie länger oder dünner, so biegen sie sich durch, wenn sie auf der ganzen Länge mit Büchern belastet sind.

Ein weiteres Kriterium ist die Standfestigkeit des Möbels. Diese verdient bei hohen Büchermöbeln eine besondere Aufmerksamkeit. Geringe Tiefe, große Höhe und großes Gewicht bilden zusammen mit unebenem oder weichem Boden ein Gefahrenmoment, das nicht zu vernachlässigen ist. Durch einen Unterbau mit größerer Tiefe kann hier die Standfestigkeit wesentlich verbessert und damit die Gefahr weitgehend eliminiert werden.

Vitrinen

Vitrinen sind typische Schaumöbel. Sie dienen der Präsentation eines Besitzes. Das können Sammelobjekte, Erbstücke oder auch Andenken sein. Die Ansprüche an ein solches Möbelstück sind außerordentlich differenziert, so dass keine Normalwerte angegeben werden können. Vitrinen können sowohl Einzelmöbel sein oder auch als spezielles Element in eine Möbelkombination integriert werden. Häufig werden zur Beleuchtung der Objekte Lampen eingebaut. In diesem Fall ist darauf zu achten, dass die Wärme abgeführt wird.

Kommode

Kommoden sind mehr oder weniger niedrige Schubladenmöbel. Viele Wäschestücke. Socken, Taschentücher usw. lassen sich praktischer und platzsparender in Schubladen unterbringen. Das Lichtmaß der Schubladen muss auch hier auf den Bedarf ausgerichtet werden. Eine Schubladentiefe von ca. 40 cm bewährt sich im allgemeinen gut.

Kommoden sind nur dann praktische Möbel, wenn die Schubladen nicht klemmen. Der Schubladenführung und der Arretierung ist daher entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken. Wichtig ist zudem, dass die Standfestigkeit des Möbels auch bei ausgezogener und belasteter Schublade noch vorhanden ist.



Kleiderschrank

Der Kleiderschrank ist ein klassisches Behältermöbel, das primär dazu dient, die Kleider hängend zu verwahren. Die Innenmasse müssen folglich auf die am Bügel hängenden Kleider ausgerichtet sein. Das Innenmaß soll in der Tiefe zwischen Rückwand und geschlossener Türe 55 cm betragen. Die Höhe zwischen Boden der Tablar und Kleiderstange beträgt für Kleider und Mäntel etwa 140 cm, für Ober- und Unterteile etwa 100 cm. Lange Kleiderstangen müssen in der Mitte zusätzlich aufgehängt werden. Durchhängende Stangen gleiten aus der seitlichen Führung heraus!

Neben den hängenden Kleidern hat der Kleiderschrank viele liegend eingeordnete Kleidungsstücke – und häufig auch Bettwäsche – aufzunehmen. Hierzu sind verstellbare Tablare geeignet, denn durch Tablarabstände, die dem Bedarf entsprechen, ist der Schrankraum auf eine Kommode verzichtet, so ist es vorteilhaft, wenn im Schrank einige Schubladen vorhanden sind.

Der Funktion eines jeden Schrankmöbels hängt zu einem beachtlichen Teil von den Beschlägen ab. Gebrochene Beschläge und klemmende Türen sind ein andauerndes Ärgernis und können im Extremfall unfallgefährlich werden. Auch diesem Punkt ist entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken.


Anbauschränke

Anbauschränke sind Möbel, die normalerweise in flache Elemente zerlegt angeliefert und an Ort zusammengebaut werden. Da die meisten Systeme mit unterschiedlichen Elementmassen angeboten werden, kann der verfügbare Raum optimal genutzt werden. Die meisten Anbauschränke werden in zwei verschiedenen Tiefen angeboten. Eine Tiefe ist für die Nutzung als Kleiderschrank vorgesehen (55 cm), während die Tiefe 45 cm mehr für Bürobereich und übrige Nutzung geeignet ist. Dank den unterschiedlichsten Einbaummöglichkeiten sind Einbauschränke in allen Wohnbereichen einsetzbar und helfen manches Stauraumproblem lösen.

Von Bedeutung ist dabei die Stabilität von Möbel und Konstruktion. Dünne Seiten und Tablare biegen sich bei Vollast leicht durch, was langfristig zu Problemen und wesentlichen Schäden führen kann. Bei Anbaumöbeln ist die Qualität der Beschläge besonders wichtig.


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